Auch heute war wieder früh Tagwache angesagt. Sind wir wirklich in den Ferien? Nach einer kurzen Fahrt an die Waterfront stand heute ein Heli-Rundflug auf dem Programm, meinten wir zumindest heute
Morgen noch 🙄. Das Wetter zeigte sich zwar einigermassen von seiner guten Seite, dennoch meinte der Chef-Heli-Organisator, dass nur etwa die Hälfte der Tour wolkenfrei sei und ob wir nicht umbuchen
wollten.Wir waren erstaunt über dieses grosszügige Angebot und da wir ja ziemlich flexibel sind und noch ein paar Tage in der Mother City bleiben werden, sagten wir sofort zu. Dafür mussten wir nun
spontan eine Alternative suchen. Was gibt es da Treffenderes als einen Trip in die Weinregionen Stellenbosch und Franschhoek nordöstlich von Kapstadt. Stellenbosch, unser erstes Ziel, beeindruckte
uns mit seinen weissen, nicht sehr hohen Häusern, der Universität, dem allgegenwärtigen Afrikaans sowie den schönen, lauschigen Plätzchen im Stadtzentrum. Ähnlich wie in Kapstadt war auch hier
Multikulti angesagt. So tranken wir in Südafrika in einem libanesischen Café mit einer holländischen Bedienung einen türkischen Kaffee mit äthiopischen Bohnen gemacht und hörten dazu kubanische
Musik😜. Beim anschliessenden Durch-die-Stadt-Schlendern entdeckten wir etliche weitere Kuriositäten: Alle Juwelierläden waren mit einer schweren Gittertüre verschlossen. Auch wenn sie eigentlich
offen hatten. Man musste jeweils klingeln, dann wurde die Türe per Knopfdruck geöffnet. Ein Coiffeurbesuch für Damen kostet in Stellenbosch ca. 300 Rand, was umgerechnet ungefähr 20.- CHF
ausmacht🤔.Dann fielen in einigen Ladenlokalen auch die Weihnachtsbäume auf, die ganz anders geschmückt werden als bei uns und die Bezeichnungen von Strassen, Häusern und Läden, die meist in Afrikaans
beschriftet waren. Interessant auch, dass Kapstadt von dieser Seite her immer mit Kaapstad und nicht wie sonst mit Capetown beschriftet war.
Um Stellenbosch herum gibt es 5 Unterweinregionen mit jeweils zahlreichen Weingütern. Unsere Wahl fiel auf Jordan im Stellenbosch Valley und sie war ausgezeichnet. Das Weingut
http://www.jordanwines.com/dine-with-us/ liegt eingebettet in einer schönen, mit Reben bepflanzten Hügellandschaft und beinhaltete nebst dem
eigentlichen Weinkeller auch ein Hotel, ein Restaurant, eine Bakery sowie einen Degustationsbereich. In der Bakery genossen wir Salat, Flammkuchen und Knoblauchbrot und tranken dazu bereits einen
ineinem Eichenfass gereiften Sauvignon Blanc. Danach liessen wir uns von Backseat-Boy Jurgen- oder war es nun Jordan (häh Nico?) die diversen Weine des Weingutes erklären. What time is it? It's
wine o clock. Das Winetasting war ebenfalls sehr günstig und weil wir eine ausserordentlich nette Familie waren😎, erhielten wir zum Abschied noch 2 Flaschen geschenkt. Nun übernahm Karin das Steuer
und fuhr uns in das ca. 30min. entfernte Franschhoek, welches im 17. Jhd. von den damals durch das Edikt von Nantes verfolgten Huguenotten gegründet wurde. Da besuchten wir noch ein 2. Weingut,
hicks, das
https://leopardsleap.co.za/. Diesmal gab es für ca. 4 CHF sechs Weine zu degustieren, die man selber auswählen durfte. Die Ambiance war zwar
etwas weniger schön als bei Jordan, doch der Wein war auch hier spitze. Auf der Rückfahrt kauften wir im PicknPay noch ein und kochten uns anschliessend ein feines Nachtessen in unserer Wohnung. Nach
über 2 Tagen mit hohem Windaufkommen, war das Meer unten am Strand besonders kraftvoll und wild was die Wellen anbelangte und wir hörten die Brandung bis in unsere Wohnung, was uns rasch
einschlafen liess.