Nach einem Morgenspaziergang in der Lagune und bei wunderbarem Wetter genossen wir ein ausgiebiges Frühstück, bevor wir unsere längere Fahrt zum Lalibela Game Reserve https://lalibela.net unter die Räder nahmen. Die Gegend, die wir durchfuhren war landschaftlich wieder sehr abwechslungsreich. Von Fichtenwäldern wie bei uns bis zu savannenähnlichen Gebieten war alles dabei. Eingecheckt im Game Reserve wurden wir per Jeep zu unserer Lodge gefahren. Dabei sahen wir bereits die ersten Warzenschweine, Hippos und Zebras. Kaum hatten wir unser Zelt im Tree Tops Camp bezogen, als etwa 50m oberhalb ein riesen Tohuwabohu losging. Trompetengeräusche und ein riesen Getrampel. 2 Elefanten sind in Streit geraten und der eine hat als Verlierer den Kürzeren gezogen und sich verärgert die Wut aus dem Körper geschafft. Im Wasserloch unterhalb unsere Lodge hat er sich dann abgekühlt. Das war ein super Start in unser erstes Safarierlebnis  Nach einem Mittagessen mit allen anderen 7 Gästen an einen Tisch holte uns unser Ranger Richard, für alle Nichtdeutschen Peter genannt, ab. Er führte uns durch den Park und bereits am ersten Tag sahen wir einen Löwen, weitere Elefanten, Nashörner und viele Impalas, Antilopen sowie Strausse. 

Den Sundowner genossen wir mit anderen Gruppen und einer afrikanischen Tanzeinlage. Nach der Rückkehr im Camp sassen wir kurz am Lagerfeuer und nach dem Essen sanken wir trotz Silvester rasch ins Bett, denn morgen soll bereits um 5 Uhr Tagwache sein.

Langsam aber sicher gewöhnen wir uns an den geregelten Tagesanlauf im Safari-Camp. Früh Aufstehen, Morgenessen, Game-Drive, Brunch, Siesta, Mittagessen, Game-Drive, Abendessen, Schlafen. Kurz: Viel Essen und ab und zu Tiere beobachten😉. Heute lohnte sich jedoch das frühe Aufstehen. Richard (oder Peter), unser Ranger holte uns um 6 Uhr ab und meinte, er habe in der Nähe seiner Unterkunft nächtliches Löwengebrüll gehört. So fuhren wir los und entdeckten zuerst weisse Nashörner ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Danach fuhren wir quer durch den Park und Peter zeigte uns plötzlich Löwenspuren im Sand am Wegrand. Kurz darauf sahen wir 3 Löwenmännchen bei einem Busch chillen. Doch plötzlich kamen 4 Weibchen von der anderen Talseite angerannt und es gab ein riesen Gebrüll und Verfolgungsjagden und mittendrin wir😳🦁🙀. So schnell der Spuk angefangen hatte, so schnell war er auch wieder vorbei. Auf der Rückfahrt sahen wir noch einige Antilopen und Impalas sowie Strausse. Nach dem Lunch holten wir mit Peter Céline und Nico von ihrem Camp ab und unternahmen einen Bushwalk in einen abgetrennten Teil des Parkes, in welchem keine Raubtiere lebten. Es war so heiss, dass sich wohl alle Tiere im Schatten versteckt haben und sich fragten, welche Mongos freiwillig in der brütenden Hitze durch den Busch wanderten😆. Jedenfalls trafen wir ausser ein paar Zebras und Springböcken keine weiteren Tiere. Zurück in der Lodge erfrischten wir uns am Pool, assen einen Lunch und dann ging schon los auf einen weiteren Game-Drive. Oberstes Ziel: Geparden sichten

Schon nach wenigen Minuten entdeckten wir 3 Nashörner, als ziemlich nahe von unserem Camp😳. Da die Geparden gemäss Ranger Peter sich oftmals am anderen Ende des Parkes aufhalten, mussten wir ca. 1h quer durch den Park fahren. Dabei sahen wir verschiedene Antilopen, Zebras, Gnus und Warzenschweine. Im Gepardenland, das sich durch hohe Gräser auszeichnet, war es jefoch sehr schwierig, diese gut getarnten schnellsten Katzen der Welt zu finden. Wir blieben jedenfalls erfolglos. Dafür sahen wir eine Elefantenherde mit einem Babyelefanten. Plötzlich kam die Funkmeldung, Geparden seien gesichtet worden - im gegenüberliegenden Teil des Parkes, also fast an unserem Ausgangspunkt😳. Wir beschlossen dennoch dorthin zu fahren, doch schon nach Kurzem entdeckten wir 7 Giraffen auf engstem Raum, ein wahnsinnig schöner Anblick. Dann kam wieder eine Meldung eines Rangers, dass die Geparden in ein Tal runter seien, wo sie nicht gut zu beobachten seien. Wir entschieden uns enttäuscht dafür, zurückzufahren, uns dafür unterwegs noch einen Sundowner zu gönnen. Doch direkt hinter den Giraffen kam plötzlich eine Elefantenfamilie zu laufen, die wir aus nächster Nähe beobachten konnten. Dann wäre eigentlich die Zeit für die Rückreise gekommen, doch es sollte schon wieder anders kommen. Thomas entdeckte auf einer Hügelkuppe die Silhouette eines Geparden und wurde damit der Held des Tages. Tatsächlich waren es die Geparden-Twins, die immer gemeinsam unterwegs waren. Peter konnte die Sichtung über Funk durchgeben und wurde zum Helden der Ranger. Über eine halbe Stunde lang konnten wir die beiden Geparden aus nächster Nähe beobachten und super Fotos schiessen. Nach und nach tauchten weitere Jeeps auf, wobei die Regel bestand, dass immer nur 2 Jeeps in der Nähe einer Tiergruppe sein darf. Wir zogen uns hocherfreut über den Erfolg unseres Drives zurück und machten uns auf die längere Reise zurück ins Camp. Unterwegs hielt Peter immer wieder an um etwas zu zeigen oder einen Witz über seine Ex oder sonst ein Thema zu erzählen. Wir hatten mit ihm wirklich einen super Ranger, auch wenn wir diesmal halt auf den Sundowner verzichten mussten, da wir sonst nicht wie vorgeschrieben, noch bei Tageslicht zurückkehren würden. Doch wir haben Geparden gesehen!!!🐆🐆🐆