Morgens um 3 Uhr wurden wir wie geplant durch unseren Wecker aus dem Schlaf gerissen. Ein weiteres Highlight stand auf dem Programm: Sunrise on Lions Head. Nach einem kurzen Morgenessen holte uns Tourguide Céline, die mit Nico in der Nachbarschaft eine Wohnung bezogen hatte, vor dem Haus ab. Auf der Route zum Signal Hill erreichten wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Es war noch stockdunkle Nacht und der Sternenhimmel sowie den Ausblick auf die Cape Towns City Bowl im Mondschein äusserst beeindruckend. Sanft ansteigend begann ein breiter Wanderweg bis wir die Meerseite des Lion Heads erreichten. Danach wurde der Pfad schmaler, steiler und steiniger. Unsere Furcht, so alleine in der Nacht unterwegs zu sein, zeigte sich als unnötig. Einerseits waren zwar einige hundert Meter hinter uns auch Wanderer unterwegs, andererseits schliefen wahrscheinlich die Räuber und Diebe noch ihren Rausch aus, soweit jedenfalls unsere Theorie😉. Nach weiteren 15 min erreichten wir erste steilere Hänge und dann auch schon die erste Leiter. Thomas, der unter Höhenangst leidet, war froh, dass unsere Handy-Taschenlampen nur die unmiitelbare Umgebung beleuchteten. An einer Wegkreuzung entschieden wir uns für den weniger exponierten Weg, der dann aber trotzdem in einer Kletterpartie endete. Über den nordöstlichen Grat erreichten wir nach ca. 60min den Gipfel, den am heutigen Tag erst ein Mann vor uns erklommen hat. Kurz lassen wir unsere Drohne starten, bevor immer mehr Personen das Gipfelplateau erklimmen. Kurz nach Sonnenaufgang machen wir uns bereit für den Abstieg. Erst jetzt sehenwir, dass einige Stellen doch ziemlich ausgesetzt sind. Zudem machen es einem entgegenkommende Gruppen nicht gerade einfach, zumal sie noch Hunde dabei haben, die bei den Leitern nicht weiterkommen. Das exremste war ein Hund, dem eine GoPro-Kamera auf den Rücken gebunden wurde. Bei einigen Personen fragten wir uns auch, wie die wohl den Aufstieg schaffen würden, zumal es jetzt schon recht warm wurde. Kurz nach 7 Uhr waren wir bereits zurück und konnten uns noch etwas frisch machen für das nächste Highlight an diesem Tag: einem Helikopterrundflug. Die Basis lag bei Waterfront direkt am Meer. Nach einer Sicherheitsinstruktion nahm uns unser Pilot Werner (alle Piloten sind Weisse, während die Bodencrew mehrheitlich Schwarze waren) in Empfang und wir konnten alle ausser Nico (der schon mal in einem Militärheli mitflog) zum ersten Mal in einen Heli einsteigen. Schon bald waren wir auf 700m Höhe und hatten einen traumhaften Blick auf Capetown und die nähere Umgebung. Über Muizenberg blickten wir auf das Township Lavender und waren einmal mehr erstaunt, welche Ausmasse dieses einnahm und dass ein paar hundert Meter ein Villenquartier an Kanälen zu entdecken war. Danach flogen wir übers Meer, sahen aber leider weder Haie noch Wale, dafür zeigte uns Werner noch, wie man einen Heli steuert. Nach ca. 30 Minuten landeten wir wieder sicher auf dem Heliport. Bei einem frühen Mittagessen im Foodmarket an der Waterfront konnten wir unsere Erlebnisse austauschen. Den Nachmittag genossen wir in unseren Wohnungen und am Pool, während Céline Nico mit einem Weihnachtsgeschenk überraschte.