Heute zeigte uns Celine ihre Lieblingsplätze und wichtigsten Aufenthaltsorte in Kapstadt. Wir fuhren zu ihrem Studenthouse in der Nähe der University of Capetown (UCT). Von dort ging es zu Fussbergwärts, dem Devils Peak entgegen. Wäre die Vegetation nicht völlig eine andere, hätte man aufgrund der Bergwelt denken können, man sei in der Schweiz. Auch das Wetter mahnte nach dembombastischenTag von gestern heute eher nach einem Föhnsturm, der die Wolken rasch heran, aber auch wieder fort trieb. Viele hundert Meter unter dem Gipfel😉 machten wir Halt beim Cecil RhodesMemorial. Cecil Rhodes war Engländer (und Rassist), kam mit dem Diamantengeschäft rasch zu einem grossen Reichtum, war Drahtzieher bei der Planung der transafrikanischen Eisenbahn zwischen dem Kapund Kairo sowie Ministerpräsident der damaligen unter britischer Herrschaft stehenden Kapkolonie. Nach ihm waren auch Nordrhodesien (heute Sambia) und Südrhodesien (heute Simbabwe) benannt. Seine Stiftung ermöglicht noch heute 200 jungen Afrikanern jährlich ein Studium in Oxford. Direkt neben dem Denkmal genossen wir im Café ein feines Frühstück mit herrlicher Aussicht. Danach führte uns Céline über den Campus der UCT und zeigte uns quasi ihren Schulweg zurück zum Studenthouse, das wir ebenfalls besichtigen konnten. Wir staunten nicht schlecht, unter welchen einfachen Verhältnissen Céline ihr Kapstadt-Semester verbrachte.Sie, die früher eine Krise machte, wenn ein Hotelzimmer nicht gerade klinisch top sauber war😉. Einmal mehr staunten wir auch heute, wie schnell sich die Gegenden in Kapstadt abwechselten.Zwei Strassen vom Studenthouse entfernt war eine Haupttransferachse für Minibusse. Ein wildes Durcheinander und lautes Geschrei und die Geschäfte  und Leute total einfach und ärmlich. Zwei bis drei Strassenblocks weiter, an der Kloofstreet, dann eine marmor-glänzende Shoppingmall, die einer europäischen in nichts nachstehen würde. Dort in der Nähe trafen wir Courage, einen Mitstudenten von Céline, mit welchem wir bei https://tigersmilk.co.za ein feines Mittagessen genossen und über Gott und die Welt sprachen.Nachdem wir Couragen nach Hause geführt hatten, entschieden wir uns kurzfristig für eine Siesta und fuhren ebenfalls zurück in unser Guesthouse in Camps Bay. Gegen 19 Uhr suchten wir eines von Célines Lieblingsrestaurants im District Observatory auf. Da wir uns heute Abend nicht in einem typischen Touristengebiet aufhielten, trafen wir eine kleine Vorsichtsmassnahme, indem wir das Auto direkt vor dem Stones, einem Billardlokal, parkten. So konnten wir bei Tageslicht zu Fuss die paar hundert Meter bis zum Restaurant und zuück gehen und hatten dafür dann das Auto in der späten Nacht direkt vor unserem Ausgehlokal. Doch beim Einparkieren hatten wir dafür dann einen anderen Schreck. Beim rückwärts in die Parklücke fahren, gab es plötzlich einen Ruck und einen Knall. Danach war gerade etwas Hektik auf der Strasse und von allen Seiten mischten sich Leute ein. Anscheinend haben wir ein Fahrzeug touchiert, das sich hinter uns befand, unseren Blinker nicht beachtete und darum zu nahe auffuhr. Der Fahrer stieg sofort aus und regte sich zu Beginn unheimlich auf, war aber dann urplötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Unser Mietwagen hat dank der Anhängerkupplung zum Glück keinen einzigen Kratzer abbekommen. Mit einem wieder etwas ruhigeren Puls konnten wir daher ein gemütliches und sehr feines Nachtessen im Cocoa Cha Chi http://cocoa.co.za geniessen und anschliessend noch ein paar Partien Billard spielen, bevor wir wieder unseren Heimweg nach Camps Bay unter die Räder nahmen.