3 mal rief heute in einer "HerrAllahfrühe" der Muezzin zum Gebet. Er war übrigens Live auf Schaltung, was wir merkten, als er gestern sein Gebet aufgrund eines Hustenanfalls abbrechen musste....
Also konnten wir nach einem super feinen Frühstück auf der Dachterrasse unsere lange Reise in Angriff nehmen. Schon nach ca. 15 km gab es den ersten Unterbruch, der im Bezahlen einer
Geschwindigkeitsbusse bestand. Statt 60 kmh hatten wir uns mit 76 kmh blitzen lassen. Die Busse bestand aus 300 DH (ca. 30 CHF), viel mühsamer war die lange Wartezeit von fast 15 Minuten. Doch
danach ging es flott voran und wir durchquerten topfebene Wüstengebiete, unterbrochen vom einen oder anderen Pass. So durchquerten wir die für Berberteppiche bekannte Ortschaft Tazenakht, die
Anbaugebiete für Safran in Taliouine und kamen dann in die Gemüsekammer Marokkos, der Sous-Ebene, wo in Zelten Bananen angepflanzt werden, aber auch vieles anderes wie Mandarinen, Tomaten, usw.
Wir sahen auch die in Marokko einzigartigen Arganbäume, von welchen Ziegen die Früchte fressen und aus deren Kernen in mühseliger Handarbeit das hochwertige Arganöl gewonnen wird. In der
Agrarhochburg Taroudannt wollten wir zumächst Pause machen. Als wir dann uns nach der Durchfahrt der wunderschönen Stadtmauern ungewollt immer mehr in den Gässchen verirrten, suchten wir per
Navigerät den schnellsten Weg raus und fuhren direkt weiter nach Agadir, wo mal ein spätes Mittagessen, dafür im MacDonalds drin lag. Der Küste entlang nordwärts fuhren wir bis nach
Taghazoute, wo sich unser Hotel Paradis Plage blicken liess. Nach dem Einchecken bezogen wir unsere wunderbaren Zimmer mit Meerblick. Trotzdem kam bei uns noch nicht so Recht Ferienstimmung auf,
denn es regnete und alles war grau in grau. Zum Glück half uns das feine Abendbuffet wieder etwas zu einer besseren Laune, aber auch die Wetteraussichten, die für den kommenden Tag weitaus
besseres Wetter prophezeiten. Mal schauen...