Heute war wiederum früh Tagwach, denn Thomas wollte einen Trip ins Tal der Ammeln (zu einem Berberstamm) unter die Räder nehmen. Nach dem Frühstück startete die Tour Richtung Südosten, zuerst durch Agadir hindurch, dann durch die Sous-Ebene langsam in hügeligeres Gebiet bis hinauf auf 1500 m, wo die Strässchen enger wurden und an den Bergflanken klebten. Hier sind die Chleuh-Berber zuhause, die durch ihre sensationelle Geschäftstüchtigkeit bekannt sind. Viele von ihnen sind in fernen Städten tätig, aber ihre Verdienste investieren sie oftmals in Häuser in ihren Stammlanden. So sieht man denn in den unentwegtesten Gebieten sehr schöne und aufwändig gepflegte Häuser mit wunderbaren Bemalungen. Aber auch die Berge und Täler waren sogar für einen Schweizer überwältigend. Vorallem die rötliche Färbung der Felsen schimmerte, je nach Sonneneinstrählung besonders prächtig. Die Orientierung war trotz Navi nicht immer ganz einfach, da die Ortsnamen und Hinweisschilder oft nur in arabisch geschrieben waren. Oftmals diente die Sonne und die Tatsache, ob eine Strasse tendenziell noch weiter in die Berge hinauf oder runter Richtung Meer führte, zur Orientierung. Auf dem Heimweg fuhr Thomas noch zur alten Kasbah von Agadir hoch, wo es einen wunderbaren Ausblick auf ganz Agadir, den Hafen und das Meer zu geniessen gab. Mitte Nachmittag war dann noch genügend Zeit vorhanden, um noch ein paar Mal in den Atlantik zu springen und ein Sonnenbad zu geniessen.