Karin und Thomas standen heute schon um 7 Uhr beim Frühstücksbuffet, zu früh für die Küchenmannschaft, die wir noch etwas beüben mussten, bis wir schon nur Besteck hatten. Schlussendlich konnten wir uns aber dann doch noch stärken für unseren Ausflug nach Essouira, also ca. 140 km in den Norden. Zuerst führte die Strasse nahe der Küste entlang und gab die Sicht auf Klippen und einsame Sandstrände mit gewaltiger Brandung frei. Nach dem Banana Valley, einem Flusstal, in welchem hauptsächlich die süssen, kleinen Bananen geerntet wurden, führte die Strasse dann duch hügeligeres Gebiet. Statt Meer sahen wir nun Landwirtschaftsland und Bauern, die ihre Felder mit Esel, Dromedar oder wenn es hoch kam, mit uralten Traktoren pflügten. In Essauira genossen wir zuerst einen Kaffee am sehr belebten aber auch riesigen Beach, an welchem Dromedare, Pferde, Surfer und Quads wild durcheinander über den Sand und das Wasser flitzten. Danach fuhren wir noch ein kleines Stück näher zum Zentrum, parkten unser Auto auf einem offiziellen Parkplatz und mussten uns mit Händen und Füssen wehren, dass unser Mietauto keine Reinigung braucht. Zu Fuss ging es zum eindrücklichen Hafen, wo gerade die Fischerboote eingelaufen waren. Es roch extrem stark nach Fisch und Seetang, so dass wir schnell in Richtung Altstadt davonhuschten und die Stadt kreuz und quer erkundigten. Auf der entgegengesetzten Seite genossen wir beim Busbahnhof auf einem grossen Platz einen Minzentee und schautem dem geschäftigen Treiben zu. Danach spazierten wir der eindrücklichen Stadtmauer entlang und assen im Chalet de la Plage direkt am Ufer eine feine Seezunge (Sole). Danach zog es uns noch einmal zum Fischhafen, wo wir die portugiesische Festung besuchten und von da aus noch viele Fotos von Essouira, den vorgelagerten Purpurinseln und der immensen Brandung machten. Von der Rückfahrt gibt es eine gute und eine schlechte Meldung. Die Schlechte: Erneute Radarfalle: 500 DH Busse und 15 min Zeitverlust. Daher sofort die Gute: Thomas konnte endlich ein Foto von Ziegen schiessen, die auf einem Arganbaum herum kletterten und dessen Früchte frassen. An der Küste machten wir auch noch kurz Halt, weil es riesige Wellen hatte und wir den Wellensurfern zusahen. Am Abend waren wir wieder alle vereint im Hotel, assen diesmal im 27 (Name = 27 km von Agadir entfernt), unserem A la Carte Restaurant. Ein weiterer erlebnisreicher Tag neigte sich dem Ende zu.