Der Abschied von der Abgeschiedenheit (und der Staubigkeit) fiel ausser Thomas allen leicht. So kam es, dass zum ersten Mal in diesen Ferien Céline und Michelle am Morgen früher zum Morgenessen bereit waren, als Karin und Thomas, und dies erst noch mit gepackten Koffern. So fuhren wir gleich nach dem Frühstück los, zuück nach Ouarzazate, das wir nach etwa 3 Stunden erreichten. Wir gingen als erstes tanken und fragten da auch gleich nach einem Parkplatz. Danach genossen wir auf dem schönen Dorfplatz ein feines Mittagessen. Am Nachmittag besuchten wir die Filmstudios. Einmal mehr waren wir die einzigen Besucher und wir erhielten eine Privatführung durch die Maske, die Requisiten und die grosse Aufnahmehalle mit Pool, wo hauptsächlich Seeschlachten gefilmt werden. Danach fuhren wir noch zu den Outdoorstudios in der Wüste von Ouarzazate, wo Schleudern und Wehrtürme von den epischen Filmaufnahmen zeugten. Bis zu 300 Personen arbeiten während 6-12 Monaten an einem Film. Filme wie Gladiator, The Bible, Kleopatra, Die Mumie, Alexander der Grosse und Games of Throns wurden hier gedreht. Der Stadt Ouarzazate brachte dies einenen enormen Aufschwung. Es wurde ein Flughafen gebaut und sehr viel in die Stadtentwicklung investiert, was heute augenscheinlich ist.

Gegen Abend suchten wir unser Hotel Dar Kamar auf, das im alten Kasbah-Viertel Taourirt liegt. Gleich vor dem Eingang in die Kasbah (Schloss) konnten wir unser Auto auf einem überwachten Parkplatz parkieren. Dann führte uns ein Junge zum Hotel, das sich mitten in der verwinkelten Ksar (befestigtes Dorf) befand. Von Mohammed wurden wir sehr freundlich empfangen. Das Hotel war wiederum sehr klein und dadurch sehr persönlich. Mohammed empfahl uns noch, durch das Ksar zu schlendern und dann die Kasbah zu besuchen. Ein älterer Führer zeigte uns die verschiedenen geheimnisumworbenen Räume der Kasbah und führte uns anschliessend noch zu einem etablierten Gewürz- und Pflegemittelhändler, dem wir noch 2 Packungen Ras-el-Hanout abkauften, einer Gewürzmischung, die als Spezialität Marokkos gilt. Anschliessend genossen wir auf der Terrasse des Dar Kamars noch ein wunderbares Nachtessen mit dem bis jetzt besten Tajine. Früh gingen wir schlafen, denn morgen ist unser grösster Reisetag angesagt.