Nach dem ausgiebigen Morgenessen machten wir uns zu Fuss auf den Weg in die Altstadt von Le Croisic. Da bestiegen wir als erstes den Mont Esprit, einer der beiden Sandhügel, die den Hafen seitlich eingrenzen und die anno dazumal während Jahrzehnten durch den Ballastsand der Salzschiffe aufgeschüttet wurden.  Auf dem Spaziergang durch das malerische Le Croisic entdeckten wir unter anderem auch den Laden des berühmten Chocolatiers Georges Larnicol, der auch in Paris eine grosse Filiale führt. Die süssen Kreationen liessen uns das Wasser im Munde zusammen laufen, aber wir blieben hart. Schliesslich hatten wir ja erst gerade gefrühstückt. Ein weiterer Besuch galt der gedeckten Markthalle und wir fragten uns einmal mehr, ob so etwas in Murten nicht auch "ziehen" würde, schliesslich konnte Le Croisic nicht einmal die Hälfte der Einwohner ausweisen als Murten. Jedenfalls war die Halle voller Leute, die bei den Marktständen in teilweise sehr langen Schlangen darauf warteten, um die frischen Produkte der Metzger, Bauern, Fischhändler und Käser zu erwerben. Nach dem Rückmarsch zum Hotel stiegen wir in unser Auto ein, das wir gratis (In Le Croisic ist das Parkieren auf dem ganzen Gemeindegebiet gratis) auf dem grossen Parkplatz neben dem Hotel abstellen konnten und fuhren wir nach Batz-sur-Mer, wo wir vom Kirchenturm aus die riesigen effizient angelegten Salzgärten betrachten wollten. Doch die nette Dame im Tourismusbüro erklärte uns, dass der Turm erst am Nachmittag öffnen würde, wir aber auch mit dem Auto auf der Route des Marais direkt mitten durch die Salzgärten fahren könnten, was wir dann auch taten. Als Ersatz für die Kirchturmsicht von oben, starteten wir mitten in den Salinen unsere Drohne und schossen mit ihr Videos und Fotos aus der Vogelperspektive auf diese wunderschöne von Menschenhand geschaffene Landschaft. Im Informationszentrum Terre de Sel besuchten wir eine Ausstellung über die Herstellung von Salz und versorgten uns mit dem berühmten Sel und Fleur de Sel de Guérande und  diese  mittelalterliche Stadt (Guérande) besuchten wir anschliessend auch und genossen da unsere erste Galette mit Buchweizenmehl (Sarrasin). Auch da war am Samstag grosser grosser Markttag und daher sehr viel Jubel und Trubel. Eindrücklich waren die mächtigen Ringmauern, welche die Altstadt umschlossen und die davor liegenden Wassergräben. Guérande zählt ca. 16 Tsd Einwohner und hat seinen Reichtum dem Salzhandel zu verdanken. Den Nachmittag liessen wir am Strand von Batz-sur-Mer ausklingen, wo nach dem eher kühlen Morgen schon fast sommerliche Temperaturen vorherrschten. Vor dem Nachtessen im wunderschönen Restaurant L'Océan mit einem noch schöneren Panorama auf den Atlantik marschierten wir noch dem Küstenwanderweg entlang bis zum Menhir von Le Croisic, der oberhalb einer Steilklippe über die Gezeiten wachte. A Propos Gezeiten. Heute schossen wir je ein Foto morgens und abends vom gleichen Küstenabschnitt. Einmal bei Flut und einmal bei Ebbe. Der Unterschied ist eindrücklich. Die Küstenlandschaft ändert sich mit den Gezeiten enorm. Felsblöcke, die bei Ebbe eindrücklich aus dem Wasser empor schaute, werden bei Flut gänzlich verdeckt. Um das etwas besser beobachten zu können, haben wir das App Marée.info heruntergeladen, welches die genauen Zeit und auch den Stärkekoeffizient von Ebbe und Flut ausweist.