Heute Morgen, Karfreitag, war um 4 Uhr Tagwache mit dem Ziel, um 5.00h startklar für die Reise in die Bretagne zu sein. Aufgrund der ganzen Vorfreude auf unsere 10-tägige Reise in den Nordwesten Frankreichs fiel uns das frühe Aufstehen gar nicht schwer. Pünktlich um 5h waren wir startklar und hofften, dass wir die rund 1000km unfall- stau- und pannenfrei hinter uns bringen würden. Bis an die Grenze hinter Vallorbe verlief alles einwandfrei. Im französischen Jura begann es dann zu schneien. Zudem waren die Strassen sehr eng und kurvig und unser BMW war bereits mit Sommerreifen bestückt. Die Stimmung war somit etwa bedrückt, bis wir wieder in tiefere Ebenen Frankreichs gelangten, das Wetter sich besserte indem es nur noch regnete oder Nebel hatte und wir nach langer Zeit die erste Autobahn erreichten. Während einem kurzen Stopp verpflegten wir uns aus unserer Kühltasche und fuhren hochmotiviert weiter, denn unser Navi zeigte uns, dass wir fast eine Stunde früher als erwartet am Ziel sein würden und die Fahrt ging auch weiterhin flott voran. Auf Frankreichs Autobahnen ist wirklich nicht viel los. Ob das an den hohen Péages liegt? Wir bezahlten für eine Fahrt quer durch Frankreich ca. 85.- Autobahn-Gebühren. Da könnte die Schweiz auch noch etwas nachziehen ;-) Je näher wir in Richtung Küste fuhren, umso schöner und wärmer wurde das Wetter. Ca. um 13h erreichten wir St. Nazaire, wo die riesige Loire-Brücke und die Werften, welche Kreuzfahrtschiffe produzierten, schon von Weitem sichtbar waren. Wir überquerten die Brücke mit dem Auto und machten kurz nach der Brücke einen Boxenstopp. Von hier aus waren sowohl die imposante Brücke (die grösste Frankreichs), sowie der Flughafen und die Werften gut ersichtlich. Zudem konnten wir die 130m lange "Serpent d' océan" des chinesischen Künstlers Huang Yong Ping bestaunen, die bei Ebbe gänzlich sichtbar ist, während dem bei Flut nur der Kopf aus dem Wasser ragt. Nach einer zweiten Brückenüberfahrt nahmen wir unser 1. Übernachtungsziel Le Croisic unter die Räder. Doch zuerst machten wir noch Halt in Baule, wo wir am Strand bei frühlingshaften Temperaturen einen kleinen Imbiss genossen. Entlang der Côte sauvage erreichten wir das Hotel Les Vikings. Nach dem Einchecken spazierten wir der wilden, wunderschönen Küste entlang, staunten ab den zahlreichen Windrädern draussen im Meer und genossen einen Apéro in der Mojito-Bar direkt am Meer in der Nähe des Städtchens Le Croisic sowie etwas später ein feines Nachtessen im L' Océan direkt vor unserem Hotel. Müde nach diesem langen Tag genossen wir unsere weichen Betten und die erste Übernachtung in der Bretagne.