Heute erwartete uns am Morgen zum ersten Mal Regenwetter und für bretonische Verhältnisse wohl ein eher kleiner Sturm. Nach dem feinen Morgenessen genossen wir noch etwas die Wärme und Trockenheit in unserem Hotelzimmer, wo wir das Meer und die Wetterlage vom Bett aus beobachten konnten. Gegen 11 Uhr sah es dann nach Wetterbesserung aus und wir machten uns auf den Weg zur Ville Close de Concarneau. Unterwegs entdeckten wir diverse bekannte "Dupin-Orte" wie das Amiral, die Sandwicherie "La Corniche", die Galerie "Gloux", usw. In der mittelalterlichen Altstadt bestiegen wir natürlich zuerst die Ringmauern, die zwar deutlich stärker gebaut waren als die von Murten, dafür weniger beschaulich waren ;-)

Die Altstadt war voller Läden, viele davon Konservenläden, da in der Umgebung von Concarneau viele Conserveries angesiedelt sind, in welchen Kabeljau, Makrelen, Heringe und Thunfisch in Konserven abgefüllt werden. Napoleon hatte vor 200 Jahren die Ingenieure beauftragt, für seine Truppen die Haltbarkeit von Lebensmittel zu erhöhen. Das war die Geburtsstunde der Konserve. Doch in den Anfangszeiten starben eine nicht unbedeutende Anzahl Soldaten an Bleivergiftungen, bis mit Weissblech eine Alternative gefunden wurde. Auch in Concarneau gab es einen Georges Larnicol Schokoladen, in welchem unser Hotel ganz in Schokolade ausgestellt war. Mit einigen Souvenirs beladen, verliessen wir nach einem Kaffeehalt die Altstadt und genossen im "Rotkäppchen" (Le Petit Chaperon Rouge) feine Galettes. Danach starteten wir einen neuen Versuch eines Ausfluges nach Pont-Aven und diesmal hatte es bedeutend weniger Autos und Leute als gestern. Entlang des Aven konnten wir einen schönen Spaziergang machen und dabei einige alte Mühlen besichtigen. Die Künstlerstadt hat einiges an schönen Plätzen, Galerien und auch Restaurants zu bieten. Die letzte Besichtigungsetappe führte uns zum Cap Coz, an welchem wir ebenfalls einen Spaziergang entlang des Strandes machten und dabei einige wunderschöne und grosse Muscheln fanden. Kaum zurück im Hotel verschlechterte sich das Wetter wieder und Regenwolken zogen auf. Wetter wie in Island im Sommer ;-)