Heute sind wir früh aufgestanden und haben ausgecheckt, denn unser Everglades-Abenteuer stand bevor. Nach einem Morgenessen im Starbucks von Homestead fuhren wir zum Ernest Coe Visitor Center, dem Eingang in den südlichen Park der Everglades. Bereits auf dem Anhinga-Trail, auf welchem man eigentlich hauptsächlich die Schlangenhalsvögel sehen sollte, entdeckten wir plötzlich 2m neben uns einen ca. 3m langen Alligator am Wegesrand. Zum Glück schien er zufrieden zu dösen und liess uns somit in Ruhe. Bald darauf sahen wir vom sicheren Steg aus einen weiteren, der im Wasser schwamm und danach noch einmal 2 zusammen. Wir hatten wohl ein riesen Glück, denn in jedem Reiseführer hiess es, dass die beste Zeit zum Beobachten von Tieren der Winter sei, da die Tiere dann häufiger zu den seltenen Wasserlöchern kommen, wo man sie gut sehen kann.
Der anschliessend von uns unter die Füsse genommene Gumbo-Limbo-Trail war dem Sonnenbrandbaum oder Touristenbaum ;-) gewidmet, da er eine rötliche, sich schälende Haut aufwies. Auch da sahen wir wieder einen Alligator im Wasser liegen. Anschliessend fuhren wir mit dem Auto noch ein Stück weiter in den Park hinein zu einem wunderschönen Aussichtspunkt (Pa-hay-okee), wo wir die fast unendliche Weite der Everglades bestaunen konnten. Nachdem wir so den naturverbundenen Teil dieses faszinierenden Nationalparks gesehen hatten, fuhren wir nordwärts und dort dann über den Tamiami-Trail westwärts quer durch den Park. Das heisst auf einer Seite der Strasse war immer noch geschütztes Gebiet und auf der anderen Seite reihten sich Alligator-Farmen und Airboat-Anbieter aneinander. Im Miccosukee Cultural Center kauften wir uns dann auch Tickets für eine Fahrt mit dem Propellerboot zu einem Indianerdorf mitten im Sumpfgebiet. Die Fahrt war zwar sehr laut, aber dennoch ein riesen Erlebnis. Man schien durch die Gegend zu fliegen und beim Indianerdorf sahen wir dann wiederum 2 Alligatoren von ganz nah. Nach diesen Erlebnissen stiegen wir wieder in Auto und fuhren weiter Richtung Golfküste, wo wir gegen Abend auf Sanibel Island unsere letzte wunderbare Station unserer Reise erreichten.