Ausflug nach Pamplemousses


Heute war unser Ziel das Dorf Pamplemousses im Norden der Insel, wo es eine Zuckerfabrik und den berühmten botanischen Garten zu besuchen gab. Einmal mehr brauchten wir für die Fahrt länger als erwartet. Aber wir durchfuhren auf unserer Tour halt die Hauptstadt Port Louis und stellten erst nach der Durchfahrt fest, dass es eigentlich auch eine Autobahn gegeben hätte ;-) Naja, trotzdem war es ein Erlebnis und wer Port Louis mit dem Auto durchquert hat, braucht sich vor nichts mehr zu scheuen. Der Besuch der Zuckerfabrik http://www.aventuredusucre.com war sehr interessant und auch gut gestaltet. Wir erfuhren viel über die bewegte Geschichte von Mauritius, die sehr durch das Zuckerrohr geprägt ist, aber auch über die Herstellung selber, indem man eine stillgelegte Fabrik durchschreiten und die für die Zuckerproduktion benötigten Maschinen von Nahe betrachten konnte. Am Schluss durften wir die zahlreichen unterschiedlichen Zuckerarten (und natürlich auch den Rum) degustieren. Diesen Ausflugstag haben wir ideal gewählt, denn es regnete mehrmals in Strömen. Am Nachmittag ging es weiter zum nahegelegenen botanischen Garten. Von diesem haben wir uns viel mehr erwartet, nachdem wir schon viel von ihm gehört, bzw. gelesen haben. Von Pamplemmousses aus sollen Pflanzensetzlinge und Samen in die ganze Welt verteilt werden. Der Garten wurde vor allem durch seine riesigen Wasserlilien und Seerosen bekannt. Daneben waren auch diverse Edelhölzer und Gewürze zu besichtigen. In der Mitte des Parks findet sich darüber hinaus das Kolonialhaus Mon Plaisir, das unter Denkmalschutz steht und lediglich für Staatsempfänge geöffnet wird. Daneben gab es auch ein paar Tiere zu besichtigen, doch deren Haltung war aus unserer Sicht etwas unwürdig. Auf der Heimfahrt kauften wir uns in einem Supermarkt noch etwas Lebensmittel ein und zurück im Hotel erfuhren wir, dass um 18 Uhr noch eine Sega-Show stattfinden würde. Sega ist der aus der Sklavenzeit stammende Tanz der einheimischen MauritierInnen. Es war beeindruckend, wie leichtfüssig und zugleich anmutig sich die Tänzerinnen zu der sentimentalen Musik bewegten. Mit einfachsten Instrumenten wie Rassel, Handtrommel und Triangel haben die Musikanten improvisiert und dabei starke emotionelle Elemente eingebaut. Man kann sich gut vorstellen, dass diese Musik auch als Trauermusik sowie für die traditionelle Teufelsaustreibung verwendet wird. Nach der Show genossen wir wiederum ein feines Buffet im Hotel.