Ausflug in den Süden
Am Morgen früh ging Thomas wieder joggen, diesmal Richtung Norden, wo vom Strand aus die benachbarten Hotels besichtigt werden konnten. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und machten
uns auf den Weg zum Mietauto. Aber, oh Schreck, dieses war vor lauter weisser Flecken kaum wiederzuerkennen. Ok, wir haben uns den für Vögel verdauungsanregenden Baum gemerkt und werden sicher
nie wieder darunter parkieren. Nachdem uns ein freundlicher Angestellter einer Tankstelle wieder etwas Klarsicht verschafft hat, konnten wir unsere Tour endlich starten. Wir fuhren der Küste
entlang nach Süden und staunten dabei ab der Vielseitigkeit von Mauritius. Schicke Wohnsiedlungen mit schönen Geschäftsvierteln wechselten sich mit ärmlichen, slummässigen Bretterbuden ab und
auch von der Natur her gibt es karibisch anmutende Regionen, Steilküsten mit starker Brandung wie in der Normandie und in den Hochebenen Fichtenwälder wie in der Schwez oder Teeplantagen wie in
Indien. Das Highlight waren die Rochester-Falls, Basaltfelsen, über die das Wasser ca. 10m in die Tiefe fällt. Schon die Fahrt dahin war das reinste Abenteuer und sowohl für unsere
navigatorischen Fähigkeiten als auch für die Stossdämpfer unseres Mietwagens eine Herausforderung. Kaum angekommen bot sich ein freundlicher Inder an, unser privater Guide zu sein. Er zeigte uns
nebst den Tipps und Tricks zum Wasserfall-Klettern auch die Nutzpflanzen in der Umgebung, wie man Saft aus dem Zuckerrohr trinken kann und vieles andere mehr. Michelle, Céline und Thomas wagten
dann sogar den Sprung von ganz oben in den natürlichen Pool, während Karin für die Fotos zuständig war. Ein super Erlebnis!!! Am Schluss enttäuschten wir unseren Führer, weil wir ihm nur noch 200
Rupien geben konnten und dies mit 20 Franken ergänzten. Wir erklärten ihm den Wechselkurs und dann war auch er zufrieden!!! Nach diesem Erlebnis fuhren wir nach Souillac, wo wir den weinenenden
Felsen und den Steilküsten-Strand Gris-Gris bestaunten. Nach einem leichten Mittagessen um 15 Uhr ging die Reise weiter durch die Hochebenen mit dem hinduistisch geprägten Grand Bassin und den
Teeplantagen von Bois Cheri. Durch das Naturschutzgebiet "Black River" fuhren wir nach Chamarel, wo wir die farbige Erde bewundern wollten, doch diese Attraktion schliesst bereits um 17 Uhr und
wir waren definitiv zu spät. Also gings zurück ins Hotel, wo wir das Buffet genossen und uns anschliessend müde und glücklich ins Bett legten.