Am heutigen Tag stand unser Island-Inland-Flug von Akureyri nach Reykjavik auf dem Programm. Unser Morgenessen genossen wir noch im schönen Husavik, dann packten wir unsere Sachen und fuhren mit unserem Landcruiser zum letzten Mal los nach Akureyri. Das Wetter war dabei sehr wechselhaft wie schon öfter zuvor. Wiederum fuhren wir durch wilde, unbewohnte Täler und Hochebenen und Akureyri liegt dann an einem schönen Fjord. Es ist mit knapp 20`000 Einwohnern das Zentrum des Nordens. Nachdem wir unser Auto kurz vor dem Flugplatz noch vollgetankt hatten, konnten wir es auch schon abgeben, was eine Sache von 20 Sekunden war. Nach dem Check-In warteten wir in der Abflughalle, die etwa so gross war, wie die Hotellobby im Fosshotel von Husavik. Bald einmal kam die Meldung, dass unser Flug eine halbe Stunde Verspätung haben würde und so war es dann auch. Kein Problem für uns. Der Flug führte uns dann über ein nahezu wolkenloses Westisland und wir konnten die Gletscher, Schneeberge, Flüsse und Hochebenen von oben geniessen. Nach 35 min landeten wir auch schon wieder in Reykjavik und nach einer kurzen Taxifahrt checkten wir in unserem Stadthotel Hilda ein. Danach stärkten wir uns auf einen Tipp von Zuhause mit dem besten Hotdog von Island bei http://www.bbp.is/, um dann ein Velo zu mieten und die Stadt auf 2 Rädern zu erkunden.  Bis zum Leuchtturm waren wir zu dritt unterwegs, danach trennten sich die Wege aufgrund von unterschiedlichen Interessen. Einige Zeit später trafen wir uns wieder wie vereinbart beim alten Hafen, gaben unsere Velos zurück und erzählten uns gegenseitig von den gemachten Touren. Im Hafenbeizli 101 Harbour genossen wir ein sehr feines aber auch recht teures echt isländisches Abendessen. Danach genossen wir noch die Sonnenstrahlen und machten einen Spaziergang zur berühmten Harpa, dem KKL von Reykjavik. Durch die Altstadt schlenderten wir dann zurück zu unserem Hotel Hilda, um endlich wieder mal eine Kutte Schlaf zu erlangen. Irgendwie ist es speziell, dass es auch am Abend nie so richtig dunkel wird. Am nächsten Morgen genossen wir unser Morgenessen im Wintergarten hinter dem Hotel, merkten aber, dass auch Island nicht vor Wespen verschonbt blieb. Danach zogen wir los auf eine neue Sightseeing-Tour durch Reykjaviks Strassen bis zur Hallgrimskirkja, wo Karin und Michelle auch noch das Orgelspiel und die Aussicht von oben genossen, während dem Thomas auf einer Sonnenbank eine Lesepause machte. Von da aus spazierten wir dann zum Stadtsee Tjörnin, wo auch das Rathaus steht. Am Mittag gab es am Hafen die berüchtigten Fish & Chips und am Nachmittag gingen Karin udn Thomas noch einmal auf eine Wahlbeobachtungstour, während Michelle, die sich nicht so wohl fühlte, eine Pause im Hotel machte. Auf der Wahltour gab es 2 h lang nicht viel zu sehen, ausser die schöne Seenlandschaft und den weit entfernten aber weiss leuchtenden Gletscher Snaefellsnes. Erst, als unser Kapitän schon wieder in den Hafen hineinfahren wollte, entdeckten wir noch einen Buckelwal, der sich allerdings merkwürdig verhielt und meistens nur einmal kurz auftauchte. MIt der Zeit merkten wir, dass er eine verletzte Schwanzflosse hatte. Anscheinend ging es im aber trotzdem gut genug, dass er sich noch ernähren konnte. Nachdem wir wieder im Hafen waren, holten wir Michelle, der es nun schon wieder besser ging, im Hotel ab und machten uns auf die Suche nach einem Lokal für unser Abendessen, was sich aber als gar nicht so einfach erwies, weil viele Restaurants bereits voll besetzt waren. So landeten wir wieder im 101 Harbour und auch das 2. Nachtessen da, war hervorragend. Nach einem Abendspaziergang mit Fotosession machten wir uns früh ins Bett, den am anderen TAg begann unsere Heimreise bereits um halb 5. Mit einem Kleinbus wurden wir beim Hotel abgeholt und zu einem Busterminal geführt, wo wir umsteigen und dann mit einem grösseren Bus zum Flughafen Kevlavik geführt wurden. Da staunten wir nicht schlecht, als wir die überbevölkerte Check-In-Halle betraten. Noch mehr staunten wir, dass hier alles nach dem Self-Service-Prinzip funktionierte. Also in Schlange stehen, mit der auf dem iPad gespeicherten Boardingkarte Gepäckklebeband aus dem Automat drucken lassen, merken, dass iPad-Boardingkarte nicht gescannt werden kann, bei Service-Personal nachfragen, wieder in Schlange stehen, Gepäckklebeband mit Pass drucken lassen, in andere Schlange stehen, während dem Warten Klebeband an den Koffergriff kleben, kleiner Kleber als Bestätigung herauslösen und auf Boardingkarte kleben, Gepäck auf Waage stellen, da auf Anzeigetafel die Meldung kam, dass die Koffer zu gross sei, Koffer schräg stellen, Boardingkarte einscannen, da auf der Anzeigetafel die Meldung kam, dass Koffer nicht zur eingescannten Boardkarte passt, die 2 anderen Boardingkarten scannen, bis eine passt, dabei jeweils die Koffer wieder vom Band nehmen und neu drauf stellen, dabei drauf achten, dass sie wieder schön schräg steht, weil sonst zu hoch... Wir waren fix und fertig, als wir uns endlich am Gate befanden. Doch schon, als wir aus der Luft noch einmal auf diese wunderschöne Insel zurückblicken konnten, waren alle Troubles vergessen. Unsere Ferien auf Island werden uns in bester Erinnerung bleiben und schon Tage zuvor haben wir den Beschluss gefällt, Island irgendeinmal wieder zu besuchen. Mit dieser Aussicht fiel uns auch der Abschied leichter.