Zuerst kommen wir zur Auflösung der gestrigen Fragestellung. Nein, es hat leider nicht aufgehört zu regnen und unser Ausritt wurde eine feuchtfröhliche Angelegenheit. Die Tour war jedoch sehr schön und wir sahen dabei noch einmal Robben und viele Wildvögel. Die Tiere waren auch temperamentvoller als anderswo und liessen sich sogar ausserhalb des Gruppentrotts führen. Einmal gerieten sämtliche Pferde wegen eines auffliegenden Vogels in Panik und trabten alle miteinander los. Nur mit Mühe konnten wir sie wieder beruhigen. Zurück im Stall halfen alle beim Absatteln und bald einmal fuhren wir mit voll aufgedrehter Heizung und aktivierter Sitzheizung los Richtung Hallormstadir, wo wir unser Hotel im grössten Wald von Island ohne Probleme fanden, da die Bäume in Island nicht viel höher als 10m wachsen ;-).

 

Gegen 21 Uhr genossen wir ein isländisches Buffet und danach ein warmes, weiches Bett. Am anderen Morgen, das Wetter hat sich leider auch über Nacht nicht wesentlich verbessert, machten wir uns noch eine Stunde in der Hotel-Lobby gemütlich, lasen, hörten Musik, nutzten das Hotel-WiFi. Als wir und definitiv auf den Weg machten, besuchten wir als erstes noch einen Bonus-Laden und deckten uns wiederum etwas mit Proviant ein. Die Fahrt ging dank unserem Fahrer rasant voran über weite Hochlandebenen. Als ein Schild vor Rentieren warnte, machten wir einen Wettbewerb, wer das erste sehen würde, doch leider gewann niemand. Bald einmal kamen wir zur Abzweigung zum Dettifoss. Wir dachten, die Offroadroute würde ca. 2-3 km weit führen, doch weit gefehlt. Wie schon gestern in Husey überraschten uns einmal mehr die Weiten der isländischen Insel. Dafür sahen wir noch üppige Felder mit blau-violetten Lupinen, die im Süden schon grösstenteils verblüht waren. Ein wunderbarer Anblick.  Nach ca. 30 min Fahrt erreichten wir den mächtigsten Wasserfall Europas, bei welchem auf einer Breite von 100m und einer Höhe von 45m mehr als 200 m3 pro Sekunde  in die Tiefe fallen. Das Donnern in diesem Canyon war gewaltig. Da es nur ca. 10° C warm war, assen wir wieder einmal im Auto unser Picknick. Wieder on the Road erreichten wir bald einmal Myvatn eine riesige Seenlandschaft mitten in einem vulkanischen Gebiet. So hatte es wiederum geothermische Hotspots und Lavafelder, dazwischen glitzerte das Wasser des Sees. Nach einer Kaffeepause in einem erhöhten Aussichtsrestaurant machten wir noch einen Spaziergang am See und erwischten dabei glücklicherweise gerade eine Regenpause. Zwischendurch zeigte sich gar die Sonne, was die Grundtemperatur sofort wärmer erscheinen liess. Nach einer weiteren Autofahrt kamen wir an unserem nächsten Etappenort in Fossholl an, das direkt neben dem Godafoss, dem göttlichen Wasserfall gelegen ist. Auch das Wasser dieses hufeisenförmigen Wasserfalls stammt ursprünglich vom Vatnajökull, obwohl wir nun im Norden Islands angekommen sind. Nach einem feinen Nachtessen mit Blick auf den Wasserfall bezogen wir unsere heimeligen Holzzimmer im Hotel Fossholl.