Heute nahmen wir nach dem Frühstück eine Tour in den Süden der Insel unter die Räder. Auch hier waren die Strassen sehr kurvenreich, unübersichtlich und voller Schlaglöcher, dementsprechend waren wir lange unterwegs. Einen ersten Zwischenhalt machten wir kurz vor Soufrière, wo wir bei einem schönen Aussichtspunkt einige Fotos von den beiden Pitons machen konnten. Diese beiden Wahrzeichen von St. Lucia sind schon richtige Augenweiden und von weither zu erblicken. Weiter ging es zu den Sulphur Springs, also den  Schwefelquellen, welche auch dem Ort Soufrière (frz. = Schwefelgrube) seinen Namen gaben. Im 19. Jahrhundert wurde dort Schwefel abgebaut. Sulfur Springs war ein ehemals aktiver Lavadom der vor ca. 40.000 Jahren entstanden ist. Er entstand auf dem Gebiet der Qualibou-Caldera. Der letzte Ausbruch ereignete sich 1780. Der Dom ist vor langer Zeit eingebrochen und hat eine 2,8 ha große Caldera gebildet. Obwohl seit 200 Jahren keine Eruption stattfand, treten noch immer Schwefeldämpfe aus. Es gibt auch einige kochende Schlammlöcher. Weiter ging es zum Chocolate Project, einem touristischen Highlight der Insel, wo wir nach einem kakaobasieren Mittagessen eine Führung vom Kakao-Samen bis zur fertigen Schokolade erleben durften. Ein besonderes Erlebnis war die kleine Wanderung durch die Plantage, die nicht vom restlichen Regenwald zu unterscheiden war. Am Schluss durften wir dann noch einen eigenen Schokoladeriegel produzieren. Es war ein super Erlebnis und auch für uns Schweizer Schokoladen-Spezis lehrreich, da der ganze Verarbeitungsprozess bis zur Gewinnung von Kakao aufgezeigt wurde. Nach einer weiteren kurzen Autofahrt erreichten wir den Tet Paul Nature Trail. Felix, unser Guide begleitete uns den steilen Hang hinauf und erklärte uns so Einiges über die Pflanzenwelt und weiteren Details zu St. Lucia. Nach 20 Minuten Anstieg und dem Erklimmen des "Stairway to Heaven" wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Pitons belohnt. Nach dem Abstieg machten wir uns auf die Rückreise zu unserem Hotel mit kurzen Zwischenstopps an schönen Aussichtspunkten. Mit einem "Catch of the day", einem sehr leckeren Fisch mit grilliertem Gemüse stärkten wir uns im Ti Kaye Resort, bevor wir müde ins Bett sanken.