Heute früh hatten wir um 6 Uhr schon alles gepackt und im Auto verladen. Bei einem Kaffee in unserem Bungalow genossen wir noch die zweite selbst fabrizierte Schokolade und warteten darauf, unsere bestellten Lunchboxes in der Reception abholen zu können, was dann auch wunderbar klappte. Danach fuhren wir in Richtung Norden. Der Verkehr wurde immer dichter und die Strassen blieben gleich eng, was den Stresslevel erhöhte. Um 9 Uhr haben wir mit Godats im Supermarkt Massy abgemacht, um unsere Einkäufe für den bevorstehenden Segeltörn einzukaufen. Mit unserer Einkaufsliste und 3 grossen Einkaufswagen machten wir uns auf die Suche der benötigten Waren. Nach ca. 45min konnten wir endlich zur Kasse gehen und die Kassierin staunte nicht schlecht. Nach der Erfassung unserer Einkäufe brauchte sie wohl eine Pause und wir haben noch nie einen so langen Kassenzettel gesehen und die Kosten betrugen rund CHF 1000.-. Mit vollbepacktem Auto ging es weiter in die Marina, wo Felix und François bereits am Briefingvon Moorings teilnahmen. Danach begann die Übernahme unseres Katamarans "Leopard 4200". Nach einigen kleineren Unstimmigkeiten mit WiFi, Wasser, usw. konnten wir dann ca. um 14 Uhr auslaufen. Mit wenig Wind segelten wir mit Motorenunterstützung der Westküste von St. Lucia entlang bis zum Sugar Beach zwischen den beiden Pitons, wo wir unser erstes Anlegemanöver an einer Boje einigermassen souverän hinkriegten. Nach einem Abendessen auf dem Schiff mit Tortillas und einem abendlichen Bad zogen sich alle in ihre Kajüten zurück und schliefen bald ein. Am anderen Morgen war früh Tagwache, denn der Captain wollte um 6 Uhr lossegeln, um an St. Vincent vorbei bis zur Insel Bequia in die Admirality Bay zu segeln. Ohne Morgenessen und kaum von der Boje gelöst, zogen wir die Segel auf und ein frischer Wind mit 4-5 Meter hohen Wellen trug uns südwärts. Dabei kamen auch schon die ersten Stugerol zum Einsatz. Auf der Höhe von St. Vincent wurde der Wellengang wieder etwas schwächer und wir konnten einen feinen Brunch geniessen. Dabei fuhren wir vor der Wallilabou-Bay vorbei, wo "The Pirats of the Caribbean" gedreht wurde. Nach zirka 9 Stunden Segeln auf hoher See erreichten wir die Admirality Bay auf Bequia. Von einer der wenigen Boat Ladies (sonst sind es meistens Boys) wurden wir zu unsere Boje geführt, wo wir festmachen konnten. Dabei sahen wir neben uns im Wasser schon eine Meeresschildkröte im karibisch blauem Wasser schwimmen. Nun kam auch zum ersten Mal unser Dinghy zum Einsatz, mit welchem wir an Land die Zollformalitäten (wir sind nun in St. Vincent & the Grenadines) und Einkäufe erledigten. Danach feuerten wir unser Grill ein, machten im Gasbackofen Country Fries, dazu eine grosse Pfanne Salat (die Salatschüssel fiel dem hohen Wellengang heute zum Opfer ;-) und wir genossen ein feines und gemütliches Nachtessen auf unserem "All in too"-Katamaran.