Nach einer gewittrigen Nacht, in welcher wir immer wieder die Dachluken, um etwas frische, kühle Luft zu kriegen und sie dann wieder schlossen, weil uns die Regentropfen direkt ins Bett tropften, erledigte Felix die Zollformalitäten (Ausreise aus St. Vincent), die wir gestern in aufwändiger Kleinarbeit formularmässig vorbereitet hatten. Danach nahmen wir die nächste Etappe an die Kearston Bay, auch auf St- Vincent unter den Kiel. Bei der Einfahrt in die Bucht machten mir noch eine kurze Sightseeing-Tour in die Bucht von Wallilabou, wo Pirates of the Carribean gedreht wurde und der berühmte Felsenbogen zu besichtigen war. Die Bucht stand aber auf der roten Liste von Moorings und so nahmen wir die nächste Bucht in Beschlag. Gerade 4 Boat-Boys halfen uns beim Mediterranean Mooring und jeder wollte dann einen kleinen Zustupf haben. Nach einer längeren Schnorchel-Tour assen wir wieder einmal auf dem Schiff und genossen den Sundowner auf dem Oberdeck. Am anderen Morgen waren wir alle früh wach, denn um 6 Uhr ging es auf die nächste längere Etappe von St. Vincent in die Marigot Bay nach St. Lucia. Der Wind war stark, so dass wir schon bald die Motoren abstellen und mit Rekord-Tempo segeln konnten. der Wellengang war ähnlich wie bei der Hinfahrt nach Süden und einmal schwappte eine Riesenwelle über das Vorderdeck und machte alle, die sich "unglücklicherweise" da aufhielten, ziemlich nass. Dies führte dann zu einigen Bonmots und witzigen Gesprächen. In Anse Chastanet machten wir einen Zwischenstopp zum Schnorcheln, bevor wir der Küste entlang weiter nach Marigot Bay fuhren. Da haben wir als erstes die Zollformalitäten erledigt, obwohl die Verantwortliche des Einreisebüros und der Hafenwart trotz Bürozeiten unauffindbar waren. Uns wurde empfohlen, die Einreisestempel dann halt morgen in der Rodney Bay einzuholen (karibische Bürokratie und Arbeitsmoral). Das Nachtessen genossen wir im Restaurant "The Villa" hoch über der Bucht von Marigot. Nach einem Schlummertrunk auf dem Oberdeck bezogen wir zum letzten Mal unsere Kajüten, bzw. schliefen gleich draussen auf dem Oberdeck. Am nächsten Morgen fuhren wir nach einem letzten Morgenessen auf dem Boot weiter der Küste entlang nordwärts in die Marina von Rodney Bay. Parallel dazu packten wir auf dem Schiff unsere Koffer und räumten das Schiff auf, so dass dann die Abgabe zügig erfolgen konnte. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Marina wurden wir im Taxi quer über die Insel zum Flughafen geführt, wo wir den Flug nach London nahmen und von da weiter nach Genf flogen. Wunderbare Ferien mit sehr netten Freunden unter der karibischen Sonne gehen zu Ende. Wir werden noch lange in Erinnerungen schwelgen.