Zum ersten Mal übernachteten wir in den Tobago Cays 2 mal hintereinander und das lohnte sich sehr. Denn sowohl die verschiedenen Blau- und Grüntöne über Wasser als auch die Vielfalt der Unterwasserwelt waren beeindruckend. Neben unserem Schiff tauchten immer wieder Schildkröten auf, um Luft zu schnappen. Direkt vom Katamaran zum Schnorcheln eingetaucht, entdeckten wir Barrakudas, Stachelrochen und alle paar Meter Meeresschildkröten sowie viele andere Fische und riesige Seesterne. Mit unseren Schuhen in Seesäcken verpackt schnorchelten wir zur kleinen unbewohnten Insel Barridal, die wir daraufhin bestiegen. Oben angekommen, wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht auf die Cays belohnt und konnten auch noch diverse Vogelarten und deren Nester beobachten. Unten angekommen, besuchte uns Captain Kojak und zeigte uns Hummer, den er am Abend für uns zubereiten wollte. Nach einer kurzen Preisverhandlung nahmen wir das Angebot an. Somit fuhren wir am Abend noch einmal mit dem Dinghy aus zum Nachtessen auf Petit Rameau, wo uns ein ausgezeichneter Hummer "top secret" gegrillt und serviert wurde. Nach einem kurzen "Absackerli" auf dem Top-Deck übernachteten wir zum letzten Mal auf den Cays. Am anderen Morgen statteten wir noch einmal den Meeresschildkröten einen Besuch ab, bevor es in Richtung Petit St. Vincent weiterging. Da sich wieder eine schöne Brise bemerkbar machte, zogen wir die Segel auf und erreichten unser Ziel in ca. 90 Minuten. Wir ankerten und eine kleine Delegation machte sich mit dem Dinghy auf Einkaufstour auf die benachbarte Insel Petit Martinique, die bereits zum Nachbarland Grenada gehörte, die man jedoch mit dem Dinghy noch ohne Zollformalitäten anfahren durfte. Einmal mehr waren wir erstaunt über die wenigen Einkaufsmöglichkeiten und die leeren Regale. Früchte und Gemüse werden zum Beispiel nur einmal pro Woche angeliefert. Die Einwohner nehmen es wirklich sehr chillig und nur sehr wenige sind motiviert, ein Geschäft zu machen. Dennoch fanden wir eine Person, die uns gegen Vorauszahlung Dinghy-Benzin aufs Boot brachte und das klappte wunderbar. Auch die anderen Einkäufe primär für das heute Abend bevorstehende Krimi-Dinner konnten einwandfrei besorgt werden. Zurück auf dem Boot genossen wir ein feines Mittagessen mit warmen Lachs-Mozzarella-Brötchen und kurz nach Mittag war noch einmal eine Schnorcheltour angesagt. Anschliessend ging die Reise weiter in die Chatman-Bay auf Union Island, wo wir von einem Freund Captain Kojaks empfangen wurden. Wir ankerten und bereiteten uns auf das Krimi-Dinner "Mord über Bord" vor. Bei einem 4-Gang-Menü mit Crackers mit Gurken, Tomaten-Mozzarella-Salat mit grillierten Riesencrevetten, frischem grilliertem Thunfisch mit gebratenem Mais, Couscous und Rüebli versuchten wir während 4 Stunden den Mörder von Elena zu finden. Am Schluss wurden 4 verschiedene Leute verdächtigt und eine Person tippte auf den richtigen Mörder.