Am Samstagmorgen (31.03.2018) früh fuhren wir mit dem Auto und all unserem Gepäck zu unserer Werkstatt Autowag AG beim Bahnhof, wo wir das Auto für Reparaturarbeiten eine Woche stehen lassen konnten (gut organisiert, ist halb gewonnen)

In Kerzers trafen wir Huguenots, mit welchen wir unseren Lappland-Trip zusammen organisiert und geplant haben. 

Unser erstes Reisezmorge nahmen wir im Zug zum Flughafen Zürich ein. Beim Check-In erfuhren wir, dass wir nur für die Hinreise unser Gepäck gebucht hatten und so mussten wir noch ein paar Franken draufzahlen (erste Bekanntschaft mit Finnair). Schon bald hoben wir ab in Richtung Helsinki. Der Anflug auf Helsinki war dann spektakulär. Die Kontraste zwischen den weissen, zugefrorenen Landflächen und dem marineblauen Meer waren wunderbar. Nach einem kurzweiligen Zwischenhalt im Flughafen und einem ersten finnischen Essen flogen wir weiter in Richtung Rovaniemi. Je nördlicher wir kamen, umso karger die Gegenden und umso gefrorener die Landflächen. Im Samichlausdorf nahmen wir dann unseren Mercedes Vito in Empfang, der für unsere Passagier- und Gepäckverhältnisse tipptopp passte. Nach einer 2-stündigen Fahrt über teilweise vereiste und mit Bodenwellen versehenen Strassen kamen wir müde und dennoch erwartungsvoll im Hotel Yllashumina an und konnten dort unser Blockhaus-Zimmer beziehen. Der Empfang war den nordischen Begebenheiten entsprechend eher kühl. "Ah, ihr seid da. Hier sind die Schlüssel und da ein Kurzbeschrieb zum Hotelbetrieb". Das wars ;-)

Dafür entschädigte uns kurz darauf ein feines Buffet zum Nachtessen, das wir sehr genossen. 

Am nächsten Tag erkundeten wir Äkäslompolo, was gar nicht so einfach war, weil die Häuser weitläufig in Wäldern verteilt waren und es eigentlich kein richtiges Zentrum gab. Oder doch? Es war das Einkaufszentrum. 

Einem Tipp unserer Hotelréceptionistin folgend erklommen wir den nahe gelegenen 474m hohen Hügel Kukas. Je höher wir kamen, umso schöner verschneit waren die Bäume und es liess uns erahnen, wie es hier im tiefen Winter ausschaut, wenn alles Stein und Bein gefroren ist: wie in einer Märchenlandschaft. Wir machten es uns zum Hobby, die Bäume von ihrer schweren Last zu befreien, mussten dabei aber extrem aufpassen, dass nicht wir plötzlich unter dem herunterfallenden Schnee begraben wurden. Oben angekommen, beeindruckte uns die wunderbare Aussicht auf die Seven Fjälls, die 7 Hügel in der näheren Umgebung von Äkäslompolo, von welchen der Yllästunturi ein Skigebiet ist, dem wir später auch einen Besuch erstatteten. Von allen Seiten hat es Skilifte und Sesselbahnen hinauf auf diesen Hügel, der etwa so hoch ist wie der Mont Vully. Den Abend genossen wir dann noch in der Hotel-Lobby beim Spielen und beim Zuhören der Karaoke-Künste einiger übermotivierten Iwan Rebrovs und Nana Mouskuris, welche uns die Melancholie der Taiga näher brachten. Die Finnen sind eben ein Volk der Karaoke-Fans, damit mussten wir umgehen können ;-)